Eisenstatus bei Sportlerinnen und aktiven Frauen

Šmid et al. 2024 untersuchten orale Eisengabe bei gesunden erwachsenen körperlich aktiven Personen und fanden einen signifikanten Ferritinanstieg.

Kurzprofil

  • Quelle: Šmid et al. (2024), McCarthy et al. (2026), McClung et al. (2009) und Pasricha et al. (2014).
  • Studientyp: systematische Reviews und Meta-Analysen zu Athleten, aktiven Frauen und Frauen im reproduktiven Alter; ergänzend eine randomisierte, doppelblinde Studie bei Soldatinnen während militärischer Grundausbildung.
  • Land/Kontext: internationale Studienlage; McClung et al. untersuchten Soldatinnen in den USA während eines achtwöchigen Trainingsprogramms.
  • Population: gesunde erwachsene Athleten, aktive Frauen im reproduktiven Alter, Frauen im reproduktiven Alter mit gemessenen Trainings- oder Belastungsendpunkten sowie Soldatinnen unter hoher körperlicher Belastung.
  • Eisen-Bezug: orale Eisengabe, Eisenstatusmarker, Ernährung und Supplemente mit Eisenstatusbezug.
  • Zentrale Endpunkte: Ferritin, Hämoglobin, löslicher Transferrinrezeptor, Transferrinsättigung, VO2max, submaximale Belastungsmaße, Laufzeit, Stimmung, Entzündungsmarker und Grenzen der Übertragbarkeit.

Fragestellung

Sportlerinnen und aktive Frauen sind kein bloßer Unterfall allgemeiner Fatigue- oder Frauenstudien. Körperliche Belastung kann den Eisenstatus beeinflussen, und sportliche Endpunkte wie VO2max, Laufzeit oder Herzfrequenz bei definierter Arbeit sind anders zu lesen als subjektive Müdigkeit. Die hier besprochenen Arbeiten fragen deshalb enger: Verändert orale Eisengabe bei aktiven Personen oder Frauen im reproduktiven Alter Eisenstatusmarker, und zeigen sich daraus belastbare Hinweise auf körperliche Leistungsendpunkte?

Die Antwort ist nicht einfach. Die neuere Athleten-Meta-Analyse von Šmid et al. fand ein klares Signal für Ferritin, aber kein gesichertes Signal für Hämoglobin oder VO2max. Pasricha et al. fanden in Frauenstudien positive Effekte auf maximale und submaximale Belastungsmaße, allerdings mit deutlicher Heterogenität und nur wenigen Studien mit niedrigem Verzerrungsrisiko. McClung et al. zeigt einen militärischen Belastungskontext, in dem Eisenstatus während Grundausbildung sank und orale Eisengabe diesen Rückgang abschwächte. McCarthy et al. ergänzt die aktuelle Sicht auf aktive Frauen, Ernährung, Supplemente, Eisenstatus und Entzündungsmarker.

Studiendesign und Methoden

Šmid et al. führten einen systematischen Review mit Meta-Analyse und Meta-Regression randomisierter kontrollierter Studien durch. Die Suche umfasste PubMed, Web of Science, PEDro, CINAHL, SPORTDiscus und Cochrane bis zum 2. November 2022. Eingeschlossen wurden gesunde, erwachsene und körperlich aktive Personen, unabhängig von Geschlecht und Sportart, wenn ausschließlich orale Eisengabe untersucht wurde. Ausgeschlossen wurden gleichzeitige Supplementierungen mit Eisen und weiteren Mikronährstoffen, intravenöse Eisengabe und kürzliche Höhenakklimatisation. Die methodische Qualität wurde mit PEDro, die Vollständigkeit der Interventionsbeschreibung mit TIDieR und die Ergebnissicherheit mit GRADE bewertet.

McCarthy et al. werteten Interventionsstudien bei aktiven Frauen im reproduktiven Alter aus. Die Suche lief bis März 2026 über PubMed, Scopus, CINAHL, Embase und Rehabilitation & Sports Medicine Source. Eingeschlossen wurden Ernährungs- oder Supplementinterventionen, wenn mindestens ein Biomarker des Eisenstatus gemessen wurde. Für Hämoglobin und Ferritin wurden getrennte Random-Effects-Meta-Analysen berechnet.

Pasricha et al. untersuchten randomisierte kontrollierte Studien bei Frauen im reproduktiven Alter, in denen tägliche orale Eisengabe mit Kontrolle verglichen wurde und körperliche Belastungsendpunkte gemessen wurden. Die Suche umfasste unter anderem CENTRAL, MEDLINE, Scopus, WHO-Regiondatenbanken und weitere Quellen bis Juli 2013. Die Autorengruppe berechnete mittlere Differenzen und standardisierte mittlere Differenzen und bewertete Verzerrungsrisiken mit dem Cochrane-Werkzeug.

McClung et al. war eine achtwöchige randomisierte, doppelblinde, placebo-kontrollierte Studie bei Soldatinnen während Basic Combat Training. 219 Teilnehmerinnen erhielten Kapseln mit 100 mg Ferrosulfat oder Placebo. Eisenstatusmarker wurden vor und nach dem Training erhoben, die 2-Meilen-Laufzeit nach dem Training gemessen und die Stimmung über den Profile of Mood States-Fragebogen erfasst.

Untersuchte Personen und Settings

Šmid et al. schlossen 13 Studien mit 449 Teilnehmenden in die quantitative Auswertung ein. Die Population bestand aus gesunden erwachsenen Sportlern oder körperlich aktiven Personen. Die Studien waren nicht auf weibliche Athleten beschränkt, sind aber für den Sportkontext wichtig, weil sie die Frage nach Eisenstatus und körperlicher Leistung unter Training bündelten.

McCarthy et al. fokussierte enger auf aktive Frauen im reproduktiven Alter. Diese Population ist für Sport- und Trainingskontexte besonders relevant, weil Menstruationsblutverluste, Energieverfügbarkeit, Ernährungsmuster, Trainingsbelastung und Entzündungsreaktionen den Eisenhaushalt beeinflussen können.

Pasricha et al. betrachteten Frauen im reproduktiven Alter, nicht ausschließlich Sportlerinnen. Mehrere eingeschlossene Studien betrafen jedoch körperlich trainierende oder belastete Frauen, darunter Läuferinnen, Frauen mit dynamischen Belastungstests und die McClung-Studie bei Soldatinnen. Die Reviewfrage war deshalb breiter als Leistungssport, aber enger als allgemeine Eisenmangel- oder Fatigueforschung.

McClung et al. untersuchte junge Soldatinnen unter hoher körperlicher und militärischer Belastung. Dieser Kontext ähnelt sportlicher Belastung in einigen Endpunkten, ist aber nicht mit freiwilligem Freizeit- oder Leistungssport gleichzusetzen. Schlaf, Stress, Trainingsumfang, Ernährung und militärische Anforderungen können die Ergebnisse mitprägen.

Intervention, Exposition und Vergleich

In Šmid et al. bestand die Intervention aus oraler Eisengabe. Die Studien unterschieden sich in Eisenmenge, Dauer und Ausgangsstatus. Die Dosen, die einen Effekt auf hämatologische Parameter zeigten, lagen in den eingeschlossenen Studien zwischen 16 und 100 mg elementarem Eisen pro Tag über 6 bis 8 Wochen. Kürzere Protokolle wurden als nicht wirksam beschrieben. Diese Angaben sind Studienbedingungen und keine persönliche Einnahmeregel.

McCarthy et al. untersuchte Ernährungs- und Supplementstrategien. Das klar zusammenfassbare Signal im Abstract betraf Ferrosulfat: Diese Form war in der Meta-Analyse mit höheren Hämoglobin- und Ferritinwerten verbunden. Andere Ernährungs- und Supplementansätze werden in der Arbeit als Teil des aktiven-Frauen-Kontexts betrachtet, tragen aber im Abstract nicht denselben präzisen Zahlenkern.

Pasricha et al. verglich tägliche orale Eisengabe mit Kontrolle in randomisierten Studien bei Frauen im reproduktiven Alter. Die Endpunkte waren maximale und submaximale Belastungsmaße, darunter relative und absolute VO2max-Werte, Herzfrequenz bei definierter submaximaler Belastung und der prozentuale Anteil des VO2max, der für eine Aufgabe benötigt wurde.

McClung et al. verglich Ferrosulfat-Kapseln mit Placebo während acht Wochen Grundausbildung. Der körperliche Endpunkt war die 2-Meilen-Laufzeit nach dem Training. Stimmung wurde vor und nach der Ausbildung erfasst; Eisenstatusmarker wurden vor und nach der Ausbildung verglichen.

Ergebnisse

Eisenstatusmarker in Athleten und aktiven Frauen

Šmid et al. fanden gegenüber Kontrolle einen signifikanten Anstieg von Serum-Ferritin durch orale Eisengabe. Die standardisierte mittlere Differenz betrug 1,27, mit 95-%-Konfidenzintervall 0,44 bis 2,10 und p = 0,006. Hämoglobin veränderte sich dagegen nicht statistisch gesichert: SMD 1,31, 95-%-Konfidenzintervall -0,29 bis 2,93, p = 0,099. Auch löslicher Transferrinrezeptor und Transferrinsättigung blieben in der zusammengefassten Auswertung ohne gesicherten Unterschied.

Der Effekt auf Ferritin war besonders bei Personen mit sehr niedrigen Ferritinwerten vor der Intervention sichtbar. Šmid et al. beschreiben den Anstieg als evident bei Ausgangs-Ferritinwerten bis 12 µg/L. Bei höheren Ausgangswerten war der Effekt klein oder kaum vorhanden. Diese Abstufung ist zentral: Ein Sportkontext allein reicht nicht aus, um einen Effekt zu erwarten; der Ausgangsstatus bestimmt die Lesart.

McCarthy et al. fanden bei aktiven Frauen im reproduktiven Alter für Ferrosulfat eine signifikante Erhöhung von Hämoglobin und Ferritin. Hämoglobin stieg im Mittel um 0,42 g/dL, 95-%-Konfidenzintervall 0,10 bis 0,74, p = 0,0109. Ferritin stieg im Mittel um 12,61 ng/mL, 95-%-Konfidenzintervall 8,29 bis 16,92, p < 0,0001. Die Heterogenität war moderat bis erhöht, mit I²-Werten von 56,6 % für Hämoglobin und 57,38 % für Ferritin.

McClung et al. zeigte, dass die achtwöchige Grundausbildung den Eisenstatus messbar belastete. Nach der Ausbildung waren die Erythrozytenverteilungsbreite und der lösliche Transferrinrezeptor erhöht, während Serum-Ferritin niedriger war. Die Eisengruppe zeigte abgeschwächte Verschlechterungen bei Ferritin und löslichem Transferrinrezeptor; dafür wurden Gruppen-Zeit-Interaktionen mit p < 0,01 berichtet.

Körperliche Leistungsendpunkte

Die Leistungsdaten sind vorsichtiger zu formulieren als die Ferritindaten. In Šmid et al. zeigte sich nach oraler Eisengabe nur ein Trend zu einem kleinen positiven Effekt auf VO2max: SMD 0,49, 95-%-Konfidenzintervall -0,09 bis 1,07, p = 0,086. Das Konfidenzintervall schließt einen fehlenden Effekt ein. Die Autorengruppe bewertete die Ergebnissicherheit über die Endpunkte hinweg als moderat bis niedrig.

Pasricha et al. fanden in 24 geeigneten Studien, von denen 22 auswertbare Daten enthielten, positive Signale für maximale und submaximale Belastungsmaße. Relative VO2max stieg im Mittel um 2,35 mL/(kg x min), 95-%-Konfidenzintervall 0,82 bis 3,88, p = 0,003, in 18 Studien. Absolute VO2max stieg um 0,11 L/min, 95-%-Konfidenzintervall 0,03 bis 0,20, p = 0,01, in 9 Studien. Für den zusammengefassten VO2max-Endpunkt lag die standardisierte mittlere Differenz bei 0,37, 95-%-Konfidenzintervall 0,11 bis 0,62, p = 0,005, in 20 Studien.

Auch submaximale Maße verbesserten sich in Pasricha et al. Unter Eisen war die Herzfrequenz bei definierter submaximaler Arbeit im Mittel um 4,05 Schläge pro Minute niedriger, 95-%-Konfidenzintervall -7,25 bis -0,85, p = 0,01, in 6 Studien. Der Anteil des VO2max, der für definierte Belastungen benötigt wurde, war ebenfalls niedriger: mittlere Differenz -2,68 %, 95-%-Konfidenzintervall -4,94 bis -0,41, p = 0,02, in 6 Studien.

McClung et al. berichteten schnellere 2-Meilen-Laufzeiten nach der Ausbildung bei Teilnehmerinnen, die zu Beginn Eisenmangelanämie hatten. Zusätzlich waren die Vigor-Werte im Profile of Mood States-Fragebogen nach dem Training in der Eisengruppe verbessert. Diese Befunde sind interessant, aber eng: Sie betreffen einen militärischen Trainingszeitraum, eine Untergruppe mit Eisenmangelanämie zu Beginn und einen Einzelversuch mit spezifischem Setting.

Nebenwirkungen und Sicherheit

Die vier Quellen tragen vor allem Status- und Leistungsfragen. Sie klären seltene oder langfristige Sicherheitsfragen nur begrenzt. Šmid et al. schlossen intravenöse Eisengabe aus und betrachteten orale Eisengabe in Studien. McCarthy et al. bündelte Ernährungs- und Supplementinterventionen, lieferte in der PubMed-Zusammenfassung aber keinen detaillierten Sicherheitszahlenkern.

Pasricha et al. war eine Leistungs-Meta-Analyse und keine umfassende Sicherheitsbewertung. Die Arbeit ist deshalb nicht geeignet, allgemeine Aussagen zu Langzeitsicherheit, Eisenüberladung oder seltenen unerwünschten Ereignissen bei aktiven Frauen abzuleiten. McClung et al. untersuchte acht Wochen Grundausbildung und ist ebenfalls zu kurz und zu speziell, um langfristige Sicherheit zu bewerten.

Für die Einordnung bleibt wichtig: Die genannten Mengen und Zeiträume sind Studienbedingungen. Orale Eisengabe kann in anderen Arbeiten mit gastrointestinalen Beschwerden verbunden sein, und Eisenüberladung ist in anderen Sicherheitsquellen ein eigener Kontext. Die hier besprochenen Arbeiten stützen daher keine freie Übertragung auf Personen mit normalem Eisenstatus, Hämoglobinopathien, Hämochromatose, chronischer Entzündung oder unklarer Ursache niedriger Leistungsfähigkeit.

Grenzen der Aussagekraft

Die Studienlage mischt verschiedene Populationen. Šmid et al. umfasst Athleten und körperlich aktive Erwachsene unabhängig von Geschlecht und Sportart. McCarthy et al. fokussiert auf aktive Frauen im reproduktiven Alter, berichtet im Abstract aber vor allem Hämoglobin und Ferritin. Pasricha et al. bezieht Frauen im reproduktiven Alter ein, nicht ausschließlich Sportlerinnen. McClung et al. ist ein militärischer Belastungskontext mit Soldatinnen, kein normaler Trainingsalltag.

Auch die Endpunkte unterscheiden sich stark. Ferritin ist ein Speicherwert, Hämoglobin ein Bluttransportmarker, VO2max ein Leistungsmaß, die 2-Meilen-Laufzeit ein trainings- und motivationsabhängiger Feldtest und Stimmung ein psychologischer Fragebogenendpunkt. Ein positiver Ferritinbefund bedeutet deshalb nicht automatisch eine messbare Leistungssteigerung.

Der Ausgangsstatus ist die wichtigste Grenze. In Šmid et al. war der Ferritineffekt vor allem bei sehr niedrigen Ausgangswerten bis 12 µg/L sichtbar. McClung et al. fand schnellere Laufzeiten in einer Untergruppe mit Eisenmangelanämie zu Beginn. Daraus folgt keine breite Aussage für gut versorgte aktive Frauen oder Sportlerinnen mit normalen Eisenmarkern.

Pasricha et al. zeigt zwar positive Leistungsmaße, aber nur drei der 24 eingeschlossenen Studien hatten insgesamt ein niedriges Verzerrungsrisiko. Die Heterogenität war für relative VO2max hoch. Damit bleiben Studiendesign, Ausgangsstatus, Training, Messmethode und Eisenform entscheidend für die Interpretation.

Was die Quellen zeigen

Die Quellen zeigen, dass orale Eisengabe in Studien den Eisenstatus bei aktiven oder sportlich belasteten Gruppen verbessern kann, besonders wenn die Eisenspeicher zu Beginn niedrig sind. Ferritin ist in der neueren Athleten-Meta-Analyse der klarste Endpunkt.

Die Quellen zeigen außerdem, dass körperliche Leistungsendpunkte nicht einheitlich reagieren. Pasricha et al. fanden bei Frauen im reproduktiven Alter positive Signale für VO2max und submaximale Belastungsmaße. Šmid et al. fand bei Athleten für VO2max nur einen nicht signifikanten Trend. McClung et al. fand ein Leistungssignal in einer militärischen Untergruppe mit Eisenmangelanämie.

Für aktive Frauen im reproduktiven Alter ergänzt McCarthy et al. die aktuelle Evidenz: Ferrosulfat war in der Meta-Analyse mit höheren Hämoglobin- und Ferritinwerten verbunden. Die Arbeit unterstützt damit den Statusmarker-Befund, ohne daraus allein eine allgemeine Leistungs- oder Einnahmeaussage abzuleiten.

Was die Quellen nicht zeigen

Die Quellen zeigen nicht, dass Eisen die sportliche Leistung aller Sportlerinnen verbessert. Sie zeigen auch nicht, dass unspezifische Müdigkeit, schwächere Trainingsleistungen oder niedrige Motivation ohne Labor- und Ursachenklärung auf Eisenmangel zurückzuführen sind.

Die Quellen zeigen keine persönliche Dosierungsregel. Die genannten Mengen, etwa 16 bis 100 mg elementares Eisen pro Tag in Šmid et al. oder 100 mg Ferrosulfat in McClung et al., beschreiben Studienbedingungen. Sie ersetzen keine medizinische Einordnung des Eisenstatus.

Die Quellen zeigen keine ausreichende Langzeitsicherheit für frei gewählte Eisengabe bei normalem Eisenstatus. Sie klären auch nicht zuverlässig, wie gut die Ergebnisse auf Männer, postmenopausale Frauen, Schwangere, Jugendliche, Menschen mit Entzündung, Darmerkrankungen, Hämoglobinopathien, Hämochromatose oder andere Spezialgruppen übertragbar sind.

Kompakte Faktenzusammenfassung

  • Šmid et al. (2024) werteten 13 randomisierte Studien mit 449 gesunden erwachsenen körperlich aktiven Personen aus und fanden unter oraler Eisengabe einen signifikanten Ferritinanstieg.
  • In Šmid et al. blieben Hämoglobin, löslicher Transferrinrezeptor und Transferrinsättigung in der zusammengefassten Auswertung ohne statistisch gesicherten Unterschied; VO2max zeigte nur einen nicht signifikanten Trend.
  • Der Ferritineffekt in Šmid et al. war besonders bei Ausgangs-Ferritinwerten bis 12 µg/L sichtbar; bei höheren Ausgangswerten war der Effekt klein oder kaum vorhanden.
  • McCarthy et al. (2026) fand bei aktiven Frauen im reproduktiven Alter unter Ferrosulfat höhere Hämoglobin- und Ferritinwerte: Hämoglobin +0,42 g/dL und Ferritin +12,61 ng/mL.
  • Pasricha et al. (2014) identifizierte 24 randomisierte Studien bei Frauen im reproduktiven Alter und fand Verbesserungen bei maximalen und submaximalen Belastungsmaßen, darunter relative VO2max und Herzfrequenz bei definierter Arbeit.
  • In Pasricha et al. hatten nur drei Studien ein insgesamt niedriges Verzerrungsrisiko, weshalb die Leistungsbefunde nicht pauschal gelesen werden sollten.
  • McClung et al. (2009) zeigte bei 219 Soldatinnen, dass acht Wochen Grundausbildung den Eisenstatus belasteten und Ferrosulfat den Rückgang von Ferritin und löslichem Transferrinrezeptor abschwächte.
  • Die vier Quellen stützen eine statusabhängige Einordnung von Eisen bei Sportlerinnen und aktiven Frauen, aber keine allgemeine Leistungs-, Therapie- oder persönliche Dosierungsaussage.

Quellen

  1. Šmid et al. (2024). Effects of Oral Iron Supplementation on Blood Iron Status in Athletes: A Systematic Review, Meta-Analysis and Meta-Regression of Randomized Controlled Trials. Sports Medicine. DOI: 10.1007/s40279-024-01992-8; PMID: 3840...
  2. McCarthy et al. (2026). The Effect of Diet and Dietary Supplements on Iron Status of Active Females: A Systematic Review and Meta-analysis of Interventional Trials. Sports Medicine. DOI: 10.1007/s40279-026-02464-x; PMID: 42271116
  3. McClung et al. (2009). Randomized, double-blind, placebo-controlled trial of iron supplementation in female soldiers during military training: effects on iron status, physical performance, and mood. American Journal of Clinical Nutrition....
  4. Pasricha et al. (2014). Iron supplementation benefits physical performance in women of reproductive age: a systematic review and meta-analysis. Journal of Nutrition. DOI: 10.3945/jn.113.189589; PMID: 24717371