Untersuchung der Bioverfügbarkeit und des endogenen zirkadianen Rhythmus von Menachinon-7, einer Form von Vitamin K2, bei gesunden Personen
Du und Kollegen untersuchten den MK-7-Verlauf im Blut kleiner Gruppen gesunder Männer. Die Ergebnisse beschreiben die Aufnahme, keinen klinischen Nutzen.
Fragestellung und Studiendesign
Die 2023 im British Journal of Nutrition veröffentlichte Arbeit von Fan Du und Kollegen befasst sich mit Menachinon-7, kurz MK-7, einer Form von Vitamin K2. Untersucht wurden der Konzentrationsverlauf nach Einnahme und ein möglicher Tagesrhythmus des bereits im Körper vorhandenen MK-7.
Der Abstract beschreibt zwei randomisierte, offene Einzeldosis-Studien mit einem als „one-way“ bezeichneten Ablauf. Ein Placebovergleich oder Crossoverarm wird dort nicht beschrieben. An Studie I nahmen fünf, an Studie II zwölf gesunde Männer teil.
Verabreichung und Messung
Jeder Teilnehmer erhielt einmalig 1 mg MK-7 unter Nüchternbedingungen. Bereits vier Tage zuvor und während der Untersuchung galt eine Vitamin-K2-eingeschränkte Ernährung. Das sind Versuchsbedingungen, keine Empfehlung für eine tägliche Einnahme.
Die Forschenden bestimmten MK-7 im Blutplasma mit einer entwickelten und validierten LC-APCI-MS/MS-Methode. Dabei handelt es sich um ein chromatografisches und massenspektrometrisches Messverfahren. Die Gesamtdauer der Nachbeobachtung wird im Abstract nicht angegeben.
Zentrale Ergebnisse
In beiden Untersuchungen erreichte die MK-7-Konzentration im Plasma ungefähr sechs Stunden nach Einnahme ihr Maximum. Die Halbwertszeit wird im Abstract als sehr lang beschrieben; eine konkrete Zahl wird dort nicht genannt. Auch eine absolute Bioverfügbarkeitsquote oder die Höhe der maximalen Konzentration lässt sich daraus nicht angeben.
In Studie I wurde für das bereits vorhandene MK-7 kein zirkadianer, also ungefähr tagesperiodischer Rhythmus beobachtet. Das beschreibt das Ergebnis dieser kleinen Stichprobe und belegt nicht, dass ein solcher Rhythmus grundsätzlich bei allen Menschen fehlt.
Grenzen und Einordnung
Die Daten stammen aus sehr kleinen, ausschließlich männlichen Gruppen und einer einmaligen Gabe. Eine unmittelbare Übertragung auf Frauen, Kinder, Erkrankte oder eine langfristige Einnahme ist damit nicht begründet.
Diese Zusammenfassung beruht auf dem Originalabstract. Dessen Ergebnisse betreffen die Pharmakokinetik, also den zeitlichen Konzentrationsverlauf. Klinische Nutzenendpunkte und quantifizierte Nebenwirkungsbefunde werden dort nicht als Studienergebnisse dargestellt. Allgemeine einleitende Aussagen zur Wirksamkeit oder Sicherheit ersetzen solche Ergebnisse nicht.
Fazit
Die Untersuchung liefert begrenzte Angaben zum MK-7-Verlauf nach einer Einzeldosis: ein Konzentrationsmaximum nach etwa sechs Stunden, eine qualitativ lange Halbwertszeit und in Studie I kein beobachteter Tagesrhythmus. Daraus folgt weder ein klinischer Nutzenbeleg noch eine individuelle Dosierungsanweisung.