Vitamin K – ein Scoping-Review für die Nordischen Ernährungsempfehlungen 2023

Der NNR-Scopingreview ordnet Vitamin-K-Bedarf, Statusmarker und Gesundheitsstudien ein. Er zeigt wichtige Wissenslücken und legt selbst keine neuen Referenzwerte fest.

Was der Review für die Ernährungsempfehlungen klären sollte

Welche Erkenntnisse zu Vitamin K tragen Ernährungsempfehlungen, und wo bleiben Fragen offen? Arja T. Lyytinen und Allan Linneberg veröffentlichten ihren Scopingreview 2023 in Food & Nutrition Research als Beitrag zu den Nordischen Ernährungsempfehlungen, kurz NNR. Er betrachtet Vitamin-K-Formen, Aufnahme und Stoffwechsel, mögliche Statusmarker, regionale Zufuhrdaten sowie Befunde zu Gesundheit und Sicherheit.

Ein Scopingreview gibt einen Überblick über ein Forschungsgebiet und seine Lücken. Dieser Beitrag berechnet keine eigene Metaanalyse mit einem gemeinsamen Effektschätzer. Er berichtet Ergebnisse anderer Übersichtsarbeiten und Bewertungen. Zudem ist er von den endgültigen NNR-Empfehlungen zu unterscheiden: Die beauftragten Beiträge durchliefen unabhängigen Peer Review und öffentliche Konsultation; für die abschließenden Referenzwerte war das NNR2023-Komitee verantwortlich.

Der zentrale Befund ist eine begrenzte Grundlage für weitergehende Bedarfsaussagen. Vitamin-K-abhängige Vorgänge außerhalb der Gerinnung sind wissenschaftlich interessant. Welche Mengen für alle diese Funktionen optimal wären und ob Supplemente Krankheiten verhindern, war nach der zusammengetragenen Evidenz aber nicht hinreichend geklärt.

Wie gesucht und ausgewählt wurde

Die Autoren durchsuchten PubMed am 29. Juni 2021 nach Vitamin K, Übersichtsarbeiten, systematischen Reviews und Metaanalysen mit Bezug zu Ernährung und Menschen. Als Suchfelder dienten unter anderem Schlagwörter und Titel. Die veröffentlichte Suchsyntax begrenzte das Publikationsdatum nach unten auf 2011 und enthielt als obere Grenze das Jahr 3000. Diese technische Suchgrenze bezeichnet keinen tatsächlich bis dahin reichenden Forschungsstand.

Die Suche ergab 237 Artikel; 68 Artikel wurden zur vollständigen Lektüre ausgewählt. Das sind Treffer- und Volltextzahlen, keine Zählung unabhängiger eingeschlossener Primärstudien. Die Zusammenführung folgte dem NNR2023-Protokoll und dessen Eignungskriterien. Zusätzlich wurde die EFSA-Bewertung von 2017 herangezogen.

Für Vitamin K gab es laut Beitrag weder einen eigens neu erstellten NNR2023-Systematikreview noch einen nach diesem Rahmen qualifizierten systematischen Review. Andere verfügbare Reviews und Metaanalysen wurden dennoch besprochen. Sie konzentrierten sich besonders auf Herz-Kreislauf- und Knochenendpunkte. Die Veröffentlichung erschien 2023; das Datum ihrer beschriebenen Suche liegt früher und darf nicht mit dem Publikationsjahr gleichgesetzt werden.

Formen, Lebensmittel und Aufnahme im Körper

Vitamin K bezeichnet mehrere fettlösliche Verbindungen. Phyllochinon, auch Vitamin K1, stammt insbesondere aus grünem Blattgemüse sowie Soja-, Raps- und Olivenöl und daraus hergestellten Aufstrichen. Menachinone, zusammen als K2 bezeichnet, entstehen überwiegend durch Bakterien. Eine Ausnahme ist MK-4, das im Körper aus K1 oder anderen Menachinonen gebildet werden kann. Der Review nennt fermentierte Lebensmittel, Fleisch und Milchprodukte als Quellen verschiedener Menachinone; Fleisch und Milchprodukte liefern auch MK-4.

Die Aufnahme erfolgt hauptsächlich im Dünndarm über den für Nahrungsfette üblichen Weg. Die Struktur des Lebensmittels und die Zusammensetzung der Mahlzeit, besonders begleitendes Fett, beeinflussen sie. Der Review nennt für gereinigtes K1 aus Supplementen eine Aufnahme von ungefähr 80 % der zugeführten Menge. Für pflanzliches K1 nennt er dagegen 3–50 % der aus Supplementen absorbierten Menge. Diese zweite Spanne ist ein relativer Vergleich mit Supplementen. Sie ist keine absolute Angabe darüber, welcher Anteil des pflanzlichen K1 aufgenommen wird.

Nach der Aufnahme gelangt Vitamin K in Fetttransportteilchen über die Lymphe zunächst überwiegend zur Leber. K1 zirkuliert vor allem auf triglyceridreichen Lipoproteinen, also Transportteilchen für Fette im Blut, und bleibt dort kürzer verfügbar als viele Menachinone. Die Übersicht beschreibt Fettgewebe als wesentlichen Speicherort. Über die Aufnahme von Menachinonen aus Lebensmitteln und den Beitrag im Dickdarm gebildeter Menachinone ist weniger bekannt.

Auch die mögliche Bedeutung unterschiedlicher Darmbakterien und genetischer Varianten ist noch nicht ausreichend geklärt. Eine längere Verfügbarkeit einer Form im Blut beweist deshalb weder einen höheren Bedarf an dieser Form noch ihre klinische Überlegenheit.

Warum der Vitamin-K-Zyklus noch keine optimale Zufuhr festlegt

Vitamin K hilft einem Enzym dabei, bestimmte Proteine chemisch zu verändern. Dieser Vorgang heißt Carboxylierung und ermöglicht ihnen, Calcium zu binden. Das dabei veränderte Vitamin K wird über einen Zyklus wiederverwendet. An dieser Wiederverwertung ist das Enzym Vitamin-K-Epoxid-Reduktase, kurz VKOR, beteiligt.

Die Originalabbildung verdeutlicht diese Übergänge zwischen Vitamin-K-Chinon, Hydrochinon und Epoxid. Sie zeigt auch, dass Warfarin und genetische Unterschiede im VKORC1-System den Ablauf beeinflussen können. Warfarin und Phenprocoumon gehören zu den Vitamin-K-Antagonisten: Sie wirken der VKOR-Funktion entgegen und verändern damit den Vitamin-K-Zyklus. Dieser Mechanismus ist medizinischer Kontext und keine Grundlage, Medikamente oder Supplemente eigenständig anzupassen.

Für Bedarfsaussagen bleibt eine wesentliche Lücke: Nach dem Review war nicht geklärt, ob Menachinone die Carboxylierung wirksamer unterstützen als K1. Ebenso unbekannt war die Menge, die für optimale Funktionen der unterschiedlichen Vitamin-K-abhängigen Proteine erforderlich wäre. Ein plausibler Mechanismus liefert somit noch keinen verlässlichen Zielwert für zusätzliche Zufuhr.

Was Statusmarker zeigen – und was ihnen fehlt

Ein Laborwert kann Vitamin-K-Aufnahme oder Proteinveränderungen abbilden, ohne bereits einen gesundheitlich optimalen Zustand zu definieren. Der Review unterscheidet mehrere Ansätze:

  • K1 im Blut: Serum-K1 spiegelt vor allem die kurzfristige Zufuhr. Für die Auswertung nennt der Beitrag nüchterne Proben und die Berücksichtigung der Triglyceride. Ein allgemein anerkannter Grenzwert für ausreichende Versorgung fehlt. Menachinone sind bei westlicher Ernährung ohne entsprechende Supplementierung im Blut meist nicht nachweisbar; die klinische Bedeutung ihrer Konzentrationen ist ungeklärt. Nichtnachweis allein belegt keinen Mangel.
  • Gerinnungstests: Prothrombinzeit und partielle Thromboplastinzeit reagieren im Bereich üblicher Zufuhren wenig empfindlich. Andere Erkrankungen können die Werte ebenfalls beeinflussen. Sie sind daher keine spezifischen Tests für einen umfassenden Vitamin-K-Status.
  • Unvollständig carboxylierte Proteine: PIVKA-II ist eine solche Form des Gerinnungsproteins Prothrombin und reagiert auf Zufuhränderungen. Auch untercarboxyliertes Osteocalcin, abgekürzt ucOC, wird untersucht. Der Review fordert, seinen Anteil am gesamten Osteocalcin zu betrachten. Für untercarboxyliertes Matrix-Gla-Protein, ucMGP, beschreibt er ebenfalls einen Bezug zur Gesamtproteinmenge; die dephosphorylierte Form wird als möglicher Mangelmarker diskutiert.

Diese Proteinmarker können nach Supplementierung sinken. Eine solche Veränderung beweist jedoch nicht automatisch einen Nutzen für Knochen, Gefäße oder andere Organe. Optimale Carboxylierung, Dosisantwort und der Bezug zu Gesundheitsergebnissen waren nicht ausreichend geklärt.

Daneben bespricht der Beitrag Urinmarker aus dem Protein- und Vitamin-K-Stoffwechsel, darunter γ-Carboxyglutaminsäure, Aglykonmetabolite und Menadion. Ihre klinische Bedeutung ist nur begrenzt untersucht. Die laut Review erforderliche 24-Stunden-Urinsammlung erschwert zudem die praktische Anwendung.

Nordische und baltische Daten messen nicht überall dasselbe

Die regionalen Zahlen illustrieren sowohl vorhandene Daten als auch ihre Grenzen. Finnland und Lettland verwendeten Ernährungsrückblicke, Schweden dagegen einen Warenkorbansatz zur Marktverfügbarkeit. Diese Ergebnisse dürfen nicht wie gleichartige individuelle Zufuhrmessungen verglichen werden.

Im Review beschriebene ErhebungBerichteter WertWas er bezeichnet
Finnland, FinRavinto 2017, veröffentlicht 2018Männer: 115 µg Gesamt-Vitamin K/Tag; Frauen: 110 µg Gesamt-Vitamin K/TagGeschätzte Zufuhr bei Erwachsenen anhand von jeweils zwei 24-Stunden-Rückblicken
Lettland, Bericht von 2020286 µg Gesamt-Vitamin K/Tag für erwachsene Männer und FrauenGeschätzte Zufuhr anhand von zwei 24-Stunden-Rückblicken; das Erhebungsjahr wird an dieser Stelle nicht genannt
Schweden, Warenkorbstudie 2015, veröffentlicht 2017184 µg K1 plus MK-4/TagGeschätzte Marktverfügbarkeit, keine individuell gemessene Zufuhr

Aktuelle repräsentative Daten für die nordischen und baltischen Länder sowie Angaben nach Altersgruppen waren spärlich. Hinzu kommt ein Messproblem: Lebensmitteldatenbanken enthalten häufig vor allem K1 und keine vollständigen Menachinonprofile. Werden verschiedene K-Formen aufsummiert, bleibt ihre unterschiedliche und teils unbekannte relative Bioverfügbarkeit unberücksichtigt. Die Zahlen erlauben daher keine einfache Aussage darüber, welcher Anteil einer Bevölkerung optimal versorgt ist.

Welche historischen Referenzwerte der Beitrag wiedergibt

Die Übersicht stellt frühere Referenzwerte zusammen. Sie setzt selbst keine neue NNR2023-Dosis fest. Ein „Adequate Intake“, abgekürzt AI, bezeichnet hier einen Referenzwert für eine angemessene Zufuhr; er ist keine persönliche Supplementanweisung.

Bewertung, wie im Review berichtetBezugsgruppe und Referenzwert
NNR 2012Vorläufiger empfohlener Wert für Kinder und Erwachsene: 1 µg Phyllochinon/kg Körpergewicht/Tag
EFSA 2017AI von 1 µg Phyllochinon/kg Körpergewicht/Tag; für Erwachsene berichtet der Review eine Entsprechung von 70 µg Phyllochinon/Tag
US-amerikanische NASEM-/IOM-Bewertung 2001AI für erwachsene Frauen: 90 µg Vitamin K/Tag; für erwachsene Männer: 120 µg Vitamin K/Tag

Für Schwangerschaft und Stillzeit beschreibt der Beitrag nur begrenzte Bedarfsdaten und begrenzte Erkenntnisse zu Schwangerschaftsendpunkten. Eine zusätzliche Bedarfserhöhung wird daraus nicht abgeleitet. Die Unterschiede zwischen den historischen Werten sind keine Aufforderung, einen davon als individuelle Dosis auszuwählen.

Was die Gesundheitsstudien insgesamt erkennen lassen

Herz und Gefäße: Zusammenfassungen beobachtender Studien verbanden niedrigen Vitamin-K-Status mit höherem Herz-Kreislauf- und Sterblichkeitsrisiko. Andere Erkrankungen, Lebensstil und ungenaue Erfassung können solche Beziehungen beeinflussen. Ein vorbeugender Effekt zusätzlicher Vitamin-K-Zufuhr ist damit nicht bewiesen. Die wenigen randomisierten Supplementstudien untersuchten überwiegend Hochrisikogruppen, etwa Menschen mit chronischer Nierenerkrankung. Häufig ging es um Zwischenendpunkte wie arterielle Steifigkeit und Gefäßverkalkung. Die Ergebnisse waren widersprüchlich; mögliche Vorteile in Untergruppen mit bereits vorhandener Verkalkung lassen sich nicht auf alle Menschen übertragen. Formen, Mengen, Dauer und Endpunkte unterschieden sich.

Knochen und Frakturen: Beobachtungsdaten zeigten eine mäßige Beziehung zwischen höherer K1-Zufuhr aus Lebensmitteln und geringerem Frakturrisiko. Eine im Beitrag besprochene Metaanalyse randomisierter Studien untersuchte K1- und Menachinon-Supplemente in Tagesmengen von 100 µg Vitamin K/Tag bis 45 mg Vitamin K/Tag. Diese breite Spanne beschreibt Studienbedingungen, keine Empfehlung. Bei postmenopausalen oder osteoporotischen Personen zeigte sich wenig Einfluss auf die Knochendichte. Eine kleine Verringerung klinischer Frakturen wurde berichtet, für Wirbelfrakturen dagegen kein Effekt. Viele Versuche hatten ein hohes Verzerrungsrisiko; einige frühe japanische Studien mit schützenden Ergebnissen waren laut Review zurückgezogen worden. Die oft postmenopausalen Stichproben begrenzen zusätzlich die Übertragbarkeit.

Glukosestoffwechsel: Beziehungen zwischen niedrigem K-Status und ungünstiger Glukoseregulation können ebenfalls durch Begleiterkrankungen und Lebensstil verzerrt sein. Übersichten randomisierter Humanstudien bestätigten Vorteile für Glukose- oder Insulinsensitivitätsindizes nicht konsistent.

Weitere Endpunkte: Die diskutierten Antikrebseffekte stützten sich auf begrenzte Zellstudien. Sie belegen keine Vorbeugung oder Behandlung bei Menschen. Auch für Gehirnfunktion und Lungenerkrankungen bezeichnet der Review die Evidenz als sehr begrenzt.

Mangel, Neugeborenenversorgung und Sicherheitsgrenzen

Blutungen sind klassische Zeichen eines gerinnungsrelevanten Vitamin-K-Mangels. Eine manifeste Defizienz bei Erwachsenen beschreibt der Review als selten und meist mit gestörter Aufnahme im Darm oder Medikamenten verbunden, die den Stoffwechsel beeinflussen, insbesondere Vitamin-K-Antagonisten.

Säuglinge sind gesondert zu betrachten. Geringer Transfer über die Plazenta, wenig Vitamin K in Muttermilch, geringe Aktivität der Zyklusenzyme und schlechte Aufnahme im Darm begünstigen einen Mangel. Vor Einführung der Prophylaxe waren besonders Frühgeborene betroffen. Der Review befürwortet die medizinische Neugeborenenprophylaxe gegen Vitamin-K-Mangelblutungen und beschreibt die intramuskuläre Gabe bei niedriger Evidenzqualität als vorzugswürdig. Eine konkrete Dosis nennt er an dieser Stelle nicht. Das gehört zur medizinischen Versorgung, nicht zur eigenständigen Supplementwahl.

Bei der Sicherheit enthält die Quelle eine wichtige Spannung. Ihr Abschnitt zur Toxizität beginnt mit der pauschalen Aussage, es seien keine toxischen Effekte berichtet worden. Unmittelbar danach nennt er jedoch Magen-Darm-Störungen und Hautläsionen aus einigen Studien mit 45–90 mg MK-4/Tag. Die Beschwerden wurden als nicht schwerwiegend beurteilt. Der einleitende Satz darf deshalb nicht als generelle Nebenwirkungsfreiheit gelesen werden; eine verlässliche allgemeine Hochdosisgrenze ergibt sich daraus nicht.

Für MK-7 verweist der Review auf eine Sicherheitsbewertung im Bereich von ungefähr 50–600 µg MK-7/Tag. Diese Angabe bleibt auf die referierte Bewertung begrenzt. Sie ist weder ein universeller Höchstwert noch eine persönliche Einnahmeempfehlung.

Eine Neubewertung der tolerierbaren oberen Zufuhrmenge, kurz UL, gehörte nicht zur EFSA-Stellungnahme von 2017. Bereits das Scientific Committee on Food hatte 2003 die Daten als unzureichend für einen Vitamin-K-UL beurteilt. Eine fehlende Obergrenze bedeutet somit fehlende ausreichende Daten und nicht unbegrenzte Sicherheit.

Was für belastbare Bedarfsaussagen noch fehlt

Die Übersicht verbindet Ernährungsdaten, Mechanismen und klinische Befunde, legt dabei aber erhebliche Lücken offen. Viele Erkenntnisse beruhen auf Beobachtungen bei Erwachsenen oder älteren Menschen. Für Kinder und Schwangerschaft ist die Grundlage begrenzter. Unvollständige Lebensmittelprofile und noch nicht hinreichend validierte Statusmarker erschweren die Ableitung eines Bedarfs jenseits der Gerinnung.

Benötigt werden bessere Daten zu Absorption, Stoffwechsel, Speicherung, Darmmikrobiota und genetischen Unterschieden. Zusätzliche gesundheitliche Wirkungen müssten ausreichend große und lange Studien am Menschen bestätigen, anhand tatsächlicher Erkrankungen oder anerkannter objektiver Zwischenendpunkte. Ein verbesserter Laborwert allein reicht dafür nicht.

Der NNR-Auftrag ist im Artikel ausgewiesen. Eine eigenständige Finanzierungs- oder Interessenkonflikterklärung enthält die Publikation nicht; das ist keine bestätigte Konfliktfreiheit. Für eine breitere Einordnung von Versorgung, Referenzwerten und Sicherheit dient der Überblick zu Vitamin K.

Weiterer Zugang zur Originalpublikation

Die Veröffentlichung ist zusätzlich über ihren DOI erreichbar: Lyytinen und Linneberg (2023). Vitamin K – a scoping review for Nordic Nutrition Recommendations 2023. Food & Nutrition Research. DOI: 10.29219/fnr.v67.10260. PMID: 37920674.

Fazit

Der NNR-Scopingreview liefert eine geordnete Grundlage für die Diskussion des Vitamin-K-Bedarfs, keine neue persönliche Dosierungsvorgabe. Historische Referenzwerte, regionale Zufuhrschätzungen und veränderte Statusmarker beantworten unterschiedliche Fragen. Die zusammengetragene Evidenz belegt weder eine allgemeine Präventionswirkung von Supplementen noch die Überlegenheit einer K-Form. Für solche Aussagen bleiben die klinischen Daten und die Messung des Vitamin-K-Status zu unsicher.

Quellen

  1. Lyytinen und Linneberg (2023). Vitamin K – a scoping review for Nordic Nutrition Recommendations 2023. Food & Nutrition Research. DOI: 10.29219/fnr.v67.10260. PMID: 37920674.