Vitamin-K1-Aufnahme und Frakturrisiko: Metaanalyse von Kohorten

Die Quelle behandelt „Vitamin-K1-Aufnahme und Frakturrisiko: Metaanalyse von Kohorten“. Der Artikel erklärt den zentralen Befund und seine wichtigsten Grenzen.

Welche Frage wurde untersucht?

Die Metaanalyse suchte bis Juli 2016 nach Kohorten- und eingebetteten Fall-Kontroll-Studien. Alle eingeschlossenen Arbeiten bezogen sich auf Phyllochinon, also Vitamin K1.

Wie wurde die Evidenz zusammengeführt?

Die Quelle ist als systematische Evidenzsynthese eingeordnet. Neben dem Review selbst gehören 5 unmittelbar eingeschlossene Evidenzeinheiten zu dieser Review-Familie; sie sind in der Quellenliste vollständig und einzeln zugänglich. Wo die Originalangaben keine weitere Methode berichten, wird sie hier nicht ergänzt.

Was zeigt der Gesamtbefund?

Beim Vergleich der höchsten mit der niedrigsten Aufnahme lag das gepoolte Frakturrisiko bei RR 0,78 (95-%-KI 0,56–0,99; I² = 59,2 %). Pro 50 µg höherer täglicher Aufnahme ergab die Dosis-Wirkungs-Analyse RR 0,97 (95-%-KI 0,95–0,99; I² = 25,9 %).

Wie belastbar ist das Ergebnis?

Die eingeschlossenen Daten sind beobachtend und heterogen. Eine inverse Assoziation beweist keine Frakturprävention durch Supplemente.

Einordnung für Leserinnen und Leser

Ein gepoolter Wert fasst die eingeschlossenen Untersuchungen zusammen, macht sie aber nicht identisch. Populationen, Vitamin-K-Formen, Vergleiche und Endpunkte müssen weiterhin getrennt betrachtet werden.

Fazit

Beim Vergleich der höchsten mit der niedrigsten Aufnahme lag das gepoolte Frakturrisiko bei RR 0,78 (95-%-KI 0,56–0,99; I² = 59,2 %). Pro 50 µg höherer täglicher Aufnahme ergab die Dosis-Wirkungs-Analyse RR 0,97 (95-%-KI 0,95–0,99; I² = 25,9 %). Die eingeschlossenen Daten sind beobachtend und heterogen. Eine inverse Assoziation beweist keine Frakturprävention durch Supplemente. Der Vitamin-K-Hauptartikel ordnet diesen Einzelbefund in das Gesamtbild ein.

Quellen

  1. Feskanich D et al. (1999). Vitamin K intake and hip fractures in women: a prospective study. Am J Clin Nutr. DOI: 10.1093/ajcn/69.1.74. PMID: 9925126.
  2. Apalset EM et al. (2011). Intake of vitamin K1 and K2 and risk of hip fractures: the Hordaland Health Study. Bone. DOI: 10.1016/j.bone.2011.07.035. PMID: 21839190.
  3. Huang et al. (2017). Vitamin K intake and the risk of fractures: A meta-analysis. Medicine (Baltimore). DOI: 10.1097/md.0000000000006725. PMID: 28445289.
  4. Booth SL et al. (2000). Dietary vitamin K intakes are associated with hip fracture but not with bone mineral density in elderly men and women. Am J Clin Nutr. DOI: 10.1093/ajcn/71.5.1201. PMID: 10799384.
  5. Rejnmark L et al. (2006). No effect of vitamin K1 intake on bone mineral density and fracture risk in perimenopausal women. Osteoporos Int. DOI: 10.1007/s00198-005-0044-3. PMID: 16683180.
  6. Chan R et al. (2012). No association between dietary vitamin K intake and fracture risk in Chinese community-dwelling older men and women: a prospective study. Calcif Tissue Int. DOI: 10.1007/s00223-012-9586-5. PMID: 22451220.