BfR: Höchstmengenvorschläge für Jod in Nahrungsergänzungsmitteln und Lebensmitteln

Die BfR-Stellungnahme Nr. 065/2025 bewertet Höchstmengen für Jod in Nahrungsergänzungsmitteln und Lebensmitteln. Für Nahrungsergänzungsmittel für Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene schlägt das BfR 100 µg Jod pro Tagesverzehrempfehlung eines Produkts vor.

Kurzprofil

  • Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (2025). Aktualisierung (2025): Höchstmengenvorschläge für Jod in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln.
  • Quellentyp: deutsche behördliche Sicherheitsbewertung und Höchstmengenvorschlag.
  • Land/Kontext: Deutschland; Nahrungsergänzungsmittel, Jodsalz, angereicherte Lebensmittel und Ersatzprodukte für Milch und Milchprodukte.
  • Wirkstoff: Jod.
  • Bezugsgruppen: Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene; gesondert Schwangere und Stillende; Kinder werden in Expositionsmodellen und Sicherheitsabständen berücksichtigt.
  • Zentrale Endpunkte: Höchstmenge pro Tagesverzehrempfehlung eines Nahrungsergänzungsmittels, Jodsalzrahmen, möglicher Zusatz in Milch- und Milchprodukt-Ersatzprodukten, Abstand zu tolerierbaren oberen Gesamtaufnahmen.
  • Originalquelle: https://www.bfr.bund.de/stellungnahme/aktualisierung-2025-hoechstmengenvorschlaege-fuer-jod-in-lebensmitteln-inklusive-nahrungsergaenzungsmitteln/
  • Übersetzte englische Fassung: https://www.bfr.bund.de/en/opinions/update-2025-maximum-levels-proposed-for-iodine-in-foods-including-food-supplements/
  • PDF-Locator: https://www.bfr.bund.de/assets/01_Ver%C3%B6ffentlichungen/Stellungnahmen_englisch/update-2025-maximum-levels-proposed-for-iodine-in-foods-including-food-supplements.pdf

Die BfR-Stellungnahme Nr. 065/2025 vom 19. Dezember 2025 bewertet, wie viel Jod in bestimmten Lebensmittel- und Nahrungsergänzungsbereichen aus Sicht der Risikobewertung höchstens vorgesehen werden sollte. Im Mittelpunkt steht nicht der persönliche Bedarf einzelner Menschen, sondern der Abstand zwischen üblicher Jodaufnahme, Jodsalzverwendung und tolerierbaren oberen Gesamtaufnahmen. Für Nahrungsergänzungsmittel schlägt das BfR 100 µg Jod pro Tagesverzehrempfehlung eines Produkts für Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene vor. Für Schwangere und Stillende nennt es wegen des erhöhten Jodbedarfs 150 µg pro Tagesverzehrempfehlung.

Fragestellung

Die Quelle behandelt eine Sicherheits- und Produktmengenfrage: Wie kann zusätzlicher Jodzusatz so begrenzt werden, dass die Gesamtaufnahme in Deutschland nicht unnötig nah an tolerierbare obere Aufnahmemengen rückt?

Dabei trennt das BfR drei Ebenen. Erstens gibt es Zufuhrreferenzwerte, die den Bedarf beziehungsweise angemessene Aufnahmemengen beschreiben. Zweitens gibt es den `UL`, also die tolerierbare obere chronische Gesamtaufnahme aus allen Quellen. Drittens gibt es produktbezogene Höchstmengenvorschläge, die nur die Menge in einem einzelnen Nahrungsergänzungsmittel oder einer Lebensmittelkategorie betreffen.

Diese Trennung ist bei Jod besonders wichtig. Jod ist für die Bildung von Schilddrüsenhormonen notwendig. Gleichzeitig kann zu viel Jod bei empfindlichen Personen und bei bestimmten Schilddrüsenkonstellationen problematisch sein. Das BfR bewertet deshalb nicht, ob Jod als Nährstoff wichtig ist, sondern wie Zusatzmengen in Produkten in einem deutschen Versorgungskontext begrenzt werden können.

Studiendesign und Methoden

Die Quelle ist keine klinische Interventionsstudie und keine klassische Meta-Analyse. Sie ist eine behördliche Ableitung aus Referenzwerten, tolerierbaren oberen Gesamtaufnahmen, deutschen Aufnahmedaten und Modellrechnungen.

Für den Sicherheitsrahmen verweist das BfR auf den früheren Scientific Committee on Food der EU-Kommission. Dieser leitete für Erwachsene einen UL von 600 µg Jod pro Tag ab. Für Jugendliche von 15 bis 17 Jahren liegt der UL bei 500 µg pro Tag. Für Kinder von 1 bis 14 Jahren liegen die UL-Werte je nach Alter zwischen 200 und 450 µg pro Tag.

Der Referenzwertrahmen wurde 2025 aktualisiert. Nach der BfR-Darstellung empfehlen DGE und ÖGE für Kinder von 1 bis 6 Jahren 90 µg pro Tag, für Kinder von 7 bis 12 Jahren 120 µg pro Tag und für Kinder ab 13 Jahren sowie Erwachsene 150 µg pro Tag. Für Schwangere werden 220 µg pro Tag und für Stillende 230 µg pro Tag genannt. Zusätzlich stellt das BfR EFSA-Werte von 2014 gegenüber, darunter 150 µg pro Tag für Erwachsene und 200 µg pro Tag für Schwangere und Stillende.

Für die Exposition nutzt das BfR mehrere Datenquellen. Dazu gehören MRI-Modellierungen auf Basis der Nationalen Verzehrsstudie II und des Bundeslebensmittelschlüssels, BfR-Modellierungen mit NVS-II-24h-Recalls und BfR-MEAL-Gehaltsdaten, DEGS-Schätzungen aus Jod-Urinausscheidungen sowie Berechnungen für Kinder auf Basis von KiESEL, EsKiMo II und BfR-MEAL. Außerdem berücksichtigt die Quelle eine Markterhebung der Universität Gießen, nach der 29 % der handwerklich und industriell hergestellten Fleisch-, Brot- und Milchprodukte mit zugesetztem Salz mit Jodsalz hergestellt wurden.

Untersuchte Personen oder Datenbasis

Die BfR-Bewertung rekrutiert keine eigene Studienpopulation. Sie nutzt vorhandene Bevölkerungs- und Verzehrdaten für Deutschland.

DatenbasisRolle in der BewertungKernaussage laut BfR
MRI-Modellierung mit NVS II und BLS 3.01theoretische Jodzufuhr bei 30 % Jodsalzverwendungbei Erwachsenen im 95. Perzentil bis 377 µg/Tag
BfR-Modellierung 2021 mit NVS-II-24h-Recalls und BfR-MEALaktuellere Schätzung mit Marktanteilen von Jodsalz und Haushaltsszenariobei Erwachsenen im 95. Perzentil meist 184 bis 250 µg/Tag; 346 µg/Tag bei 80-jährigen Frauen mit kleiner Fallzahl
DEGSbiomarkerbasierte Schätzung der Gesamtjodaufnahme bei ErwachsenenMedian bei Männern 115 bis 146 µg/Tag und bei Frauen 98 bis 139 µg/Tag; 95. Perzentile 324 µg/Tag bei Männern und 405 µg/Tag bei Frauen
KiESEL, EsKiMo II und BfR-MEALSchätzung der Jodzufuhr bei Kindern von 0,5 bis 11 JahrenMedian 69,5 bis 104,9 µg/Tag je Altersgruppe; 95. Perzentile 118,7 bis 192,9 µg/Tag
KiGGS Welle 2Urinbasierte Schätzung bei Kindern und JugendlichenMedian 69,6 bis 112,0 µg/Tag bei Jungen und 62,5 bis 94,4 µg/Tag bei Mädchen

Die Quelle macht deutlich, dass einzelne Datenblöcke unterschiedliche Zwecke haben. Besonders die DEGS-Schätzung bildet die Gesamtaufnahme einschließlich möglicher jodhaltiger Nahrungsergänzungsmittel ab. Deshalb verwendet das BfR diese Daten nicht zur Berechnung einer Restmenge für zusätzlichen Jodzusatz in Nahrungsergänzungsmitteln.

Intervention, Exposition und Vergleich

Bewertet wird keine Einnahme in einer klinischen Studie. Bewertet werden Zusatzmengen in Produktkategorien im Verhältnis zu üblicher Aufnahme und UL.

Für Nahrungsergänzungsmittel geht das BfR von einem vorsichtigen Restmengenansatz aus. Bei Jugendlichen ab 15 Jahren ist der relevante UL 500 µg pro Tag. In der MRI-Modellierung mit 30 % Jodsalzverwendung erreichen 14- bis 18-jährige männliche Jugendliche im 95. Perzentil 297 µg Jod pro Tag. Das BfR rundet diesen Wert auf 300 µg und leitet daraus einen Rest von etwa 200 µg bis zum UL ab. Wegen möglicher Mehrfachverwendung jodhaltiger Nahrungsergänzungsmittel und weiterer wissenschaftlicher Unsicherheiten setzt das BfR einen Unsicherheitsfaktor von 2 an. Daraus ergibt sich der Vorschlag von 100 µg Jod pro Tagesverzehrempfehlung eines Nahrungsergänzungsmittels für Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene.

Für Schwangere und Stillende schlägt das BfR 150 µg pro Tagesverzehrempfehlung vor. Die Quelle begründet diesen höheren Produktwert mit dem erhöhten Jodbedarf dieser Gruppen. Der Wert bleibt ein produktbezogener Höchstmengenvorschlag und keine persönliche Einnahmeregel.

Für Lebensmittel des allgemeinen Verzehrs trennt das BfR Jodsalz, sonstige allgemeine Anreicherung und Ersatzprodukte für Milch und Milchprodukte. In Deutschland ist für Salz derzeit ein Höchstgehalt von 25 mg Jod pro kg Salz rechtlich erlaubt. Modellrechnungen des BfR aus 2021 und 2022 zeigen laut Quelle, dass auch eine Erhöhung auf 30 mg pro kg Salz beim angenommenen gegenwärtigen Jodsalz-Verwendungsgrad gesundheitlich unbedenklich wäre. Eine darüber hinausgehende Jodanreicherung sonstiger Lebensmittel des allgemeinen Verzehrs empfiehlt das BfR nicht.

Ergebnisse

Die BfR-Quelle kommt zu vier zentralen Produkt- und Lebensmittelwerten.

Lebensmittel- oder ProduktkategorieBfR-VorschlagBezugsrahmen
Nahrungsergänzungsmittel für Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene100 µg Jodpro Tagesverzehrempfehlung eines Produkts
Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere und Stillende150 µg Jodpro Tagesverzehrempfehlung eines Produkts
Salz2500 µg Jod pro 100 g Salzentspricht 25 mg Jod pro kg Salz
Ersatzprodukte für Milch und Milchprodukte14 µg Jodpro 100 g oder 100 ml
sonstige Lebensmittel des allgemeinen Verzehrskein Zusatzkeine allgemeine zusätzliche Jodanreicherung

Der Vorschlag für Nahrungsergänzungsmittel beruht auf dem kleinsten vom BfR herangezogenen Restabstand: etwa 200 µg pro Tag bei Jugendlichen ab 15 Jahren. Durch den Unsicherheitsfaktor von 2 wird daraus ein produktbezogener Wert von 100 µg. Der Schwangeren- und Stillendenwert von 150 µg berücksichtigt den höheren Bedarf, bleibt aber unterhalb der in der Quelle dargestellten oberen Gesamtaufnahmen.

Für Salz beschreibt das BfR den bestehenden rechtlichen Rahmen von 25 mg Jod pro kg Salz. Die Quelle weist darauf hin, dass eine Erhöhung auf 30 mg pro kg in Modellrechnungen bei gegenwärtigem Jodsalz-Verwendungsgrad als gesundheitlich unbedenklich beurteilt wurde. Daraus wird jedoch keine allgemeine zusätzliche Anreicherung anderer Lebensmittel abgeleitet.

Eine besondere Ausnahme sieht das BfR bei Produkten, die als Ersatz für Milch und Milchprodukte vermarktet oder konsumiert werden. Milch und Milchprodukte gehören in Deutschland zu den wichtigen Jodquellen. Wenn Menschen langfristig darauf verzichten und dies nicht durch andere relevante Jodquellen ausgleichen, kann das Risiko einer unzureichenden Jodversorgung steigen. Das BfR hält deshalb 14 µg Jod pro 100 g oder 100 ml für solche Ersatzprodukte für angemessen und gesundheitlich unbedenklich. Dieser Wert orientiert sich am Median der natürlichen Jodkonzentration in Milch und Milchprodukten in den MEAL-Daten.

Nebenwirkungen und Sicherheit

Die Quelle berichtet keine neu erhobenen Nebenwirkungsdaten aus einer Interventionsstudie. Ihre Sicherheitsbewertung beruht auf UL-Werten, Expositionsabschätzungen und Modellannahmen.

Der zentrale Sicherheitsgedanke ist der Abstand zwischen hoher üblicher Aufnahme und UL. Bei Erwachsenen bleibt nach den BfR-Modellen selbst im 95. Perzentil meist ein deutlicher Abstand zum UL von 600 µg pro Tag. Eine Ausnahme mit größerer Unsicherheit ist die kleine Gruppe der 80-jährigen Frauen in den BfR-Modellierungen: Dort lag die 95. Perzentile bei 346 µg pro Tag, aber die Gruppe umfasste nur 21 Personen.

Bei Jugendlichen ab 15 Jahren rechnet das BfR besonders vorsichtig. Die MRI-Modellierung mit 30 % Jodsalzverwendung führt bei 14- bis 18-jährigen männlichen Jugendlichen im 95. Perzentil zu 297 µg pro Tag. Gegenüber dem UL von 500 µg pro Tag bleibt ein rechnerischer Abstand von ungefähr 200 µg. Dieser Abstand wird wegen möglicher Mehrfachverwendung jodhaltiger Nahrungsergänzungsmittel nicht vollständig einem einzelnen Produkt zugeschlagen.

Für Kinder im Alter von 0,5 bis 11 Jahren zeigen die BfR-Modelle Medianwerte von 69,5 bis 104,9 µg pro Tag und 95. Perzentile von 118,7 bis 192,9 µg pro Tag. Das BfR nutzt diese Daten vor allem zur Bewertung des Lebensmittel- und Salzrahmens, nicht zur Ableitung einer Nahrungsergänzungsmittel-Höchstmenge für jüngere Kinder.

Grenzen der Aussagekraft

Die Quelle liefert keinen persönlichen Bedarf und keine individuelle Einnahmeempfehlung. Sie beschreibt produktbezogene Höchstmengenvorschläge und Lebensmittelrahmen aus Sicht der deutschen Risikobewertung.

Eine wichtige Grenze ist der unbekannte tatsächliche Verwendungsgrad von Jodsalz. Die Quelle nutzt deshalb Modellannahmen, besonders einen 30%igen Verwendungsgrad in industriell und handwerklich hergestellten Lebensmitteln. Diese Annahme stützt sich auf eine Markterhebung, bleibt aber eine Annäherung.

Eine zweite Grenze betrifft die Datenbasis. Die DEGS-Werte spiegeln die Gesamtjodaufnahme wider und enthalten damit mögliche Nahrungsergänzungsmittel bereits. Sie sind deshalb nicht geeignet, eine zusätzliche Restmenge für Nahrungsergänzungsmittel zu berechnen. Bei Kindern fehlen für die Altersgruppe 0 bis 2 Jahre Daten zur gesamten Salzaufnahme im Haushalt. Für ältere Kinder und Jugendliche standen dem BfR in einem Teil der Modellierung keine EsKiMo-II-Daten für 12- bis 17-Jährige zur Verfügung.

Eine dritte Grenze betrifft den Zweck der Quelle. Die BfR-Stellungnahme prüft keine klinische Wirksamkeit von Jodpräparaten. Sie bewertet keine einzelnen Produkte, Marken, Jodformen oder Einnahmeschemata. Medizinische Situationen wie Schilddrüsenerkrankungen, Amiodaron- oder Kontrastmittelkontexte werden durch diese allgemeine Höchstmengenbewertung nicht individuell geregelt.

Was die Quelle zeigt

Die Quelle zeigt, wie das BfR für Deutschland produktbezogene Höchstmengen für Jod ableitet. Der wichtigste Wert für Nahrungsergänzungsmittel liegt bei 100 µg Jod pro Tagesverzehrempfehlung eines Produkts für Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene. Für Schwangere und Stillende schlägt das BfR 150 µg vor.

Die Quelle zeigt außerdem, dass Jodsalz weiterhin der zentrale deutsche Anreicherungsweg ist. Der rechtlich erlaubte Salzrahmen liegt bei 25 mg Jod pro kg Salz. Weitere allgemeine Jodanreicherung von Lebensmitteln wird nicht empfohlen. Für Ersatzprodukte von Milch und Milchprodukten sieht das BfR jedoch einen begrenzten Zusatz von 14 µg pro 100 g oder 100 ml als vertretbar an.

Die Quelle zeigt auch, warum Höchstmengen nicht mit Bedarfswerten verwechselt werden dürfen. Der Wert für Nahrungsergänzungsmittel entsteht aus Sicherheitsabständen, Modellrechnungen und einem Unsicherheitsfaktor. Er ist kein Zielwert für die tägliche Aufnahme.

Was die Quelle nicht zeigt

Die Quelle zeigt nicht, welche Jodmenge für einzelne Personen passend ist. Sie zeigt auch nicht, dass ein Nahrungsergänzungsmittel mit Jod für gut versorgte Personen notwendig oder nützlich wäre.

Die Quelle zeigt nicht, dass 100 µg oder 150 µg Jod als persönlicher Tageswert angestrebt werden sollten. Diese Zahlen sind produktbezogene Höchstmengenvorschläge in einem deutschen Bewertungsrahmen.

Die Quelle zeigt keine klinische Wirkung von Jodpräparaten auf Schilddrüsenwerte, Schwangerschaftsausgänge, Kinderentwicklung oder Erkrankungen. Sie ersetzt keine Bewertung zu Mangel, Überversorgung oder medizinischen Schilddrüsenfragen bei einzelnen Personen.

Kompakte Faktenzusammenfassung

  • Die BfR-Stellungnahme Nr. 065/2025 ist eine deutsche Behördenbewertung zu Jod-Höchstmengen in Nahrungsergänzungsmitteln und Lebensmitteln.
  • Für Nahrungsergänzungsmittel schlägt das BfR 100 µg Jod pro Tagesverzehrempfehlung eines Produkts für Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene vor.
  • Für Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere und Stillende schlägt das BfR 150 µg Jod pro Tagesverzehrempfehlung eines Produkts vor.
  • Für Salz gilt in Deutschland laut Quelle ein rechtlich erlaubter Höchstgehalt von 25 mg Jod pro kg Salz, entsprechend 2500 µg pro 100 g Salz.
  • Für Ersatzprodukte für Milch und Milchprodukte hält das BfR 14 µg Jod pro 100 g oder 100 ml für angemessen und gesundheitlich unbedenklich.
  • Für sonstige Lebensmittel des allgemeinen Verzehrs empfiehlt das BfR keinen zusätzlichen Jodzusatz.
  • Der Vorschlag für Nahrungsergänzungsmittel wird aus einem Restabstand von etwa 200 µg pro Tag bei Jugendlichen ab 15 Jahren und einem Unsicherheitsfaktor von 2 abgeleitet.
  • Die Quelle nutzt deutsche Verzehrdaten, BfR-MEAL-Daten, DEGS-, KiESEL-, EsKiMo-II- und KiGGS-Kontexte sowie UL- und Referenzwertvergleiche.
  • Der tatsächliche Jodsalz-Verwendungsgrad ist nicht genau bekannt; das BfR arbeitet deshalb mit Modellannahmen.
  • Die Quelle ist keine klinische Wirksamkeitsprüfung und keine persönliche Dosierungsanweisung.

Quellen

  1. Originalquelle
  2. Englische Fassung
  3. PDF
  4. DOI