DGE: Referenzwerte für Jod im D-A-CH-Raum

Die DGE-Seite Jod - Referenzwerte ist eine deutsche D-A-CH-Referenzwertquelle mit Ableitungsstand 2025. Für Erwachsene ab 19 Jahren nennt die DGE 150 µg Jod pro Tag.

Kurzprofil

  • Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Jod - Referenzwerte.
  • Quellentyp: institutionelle Referenzwertquelle.
  • Land/Kontext: Deutschland und D-A-CH-Referenzwertrahmen.
  • Wirkstoff: Jod.
  • Bezugsgruppen: Säuglinge, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Schwangere und Stillende.
  • Zentrale Endpunkte: empfohlene Jodzufuhr in µg/Tag, Ableitungsstand 2025, Lebensmittelquellen, Mangelzeichen, besondere Bedarfssituationen, Versorgungslage in Deutschland.
  • Originalquelle: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/jod/
  • DOI/PMID: nicht verfügbar.
  • Volltextstatus: HTML verfügbar.

Die DGE-Referenzwertseite bündelt den deutschen D-A-CH-Rahmen für Jod. Sie beschreibt Jod als lebensnotwendiges Spurenelement und nennt alters- und lebensphasenbezogene Werte für die tägliche Zufuhr. Der Ableitungsstand der Tabelle ist 2025. Für Erwachsene nennt die DGE 150 µg Jod pro Tag. Für Schwangere und Stillende stehen höhere Werte in der Tabelle, weil Schwangerschaft und Stillzeit gesondert betrachtet werden.

Fragestellung

Die Quelle beantwortet eine Referenzwertfrage: Welche Jodzufuhr gilt im D-A-CH-Rahmen für verschiedene Altersgruppen und besondere Lebensphasen als angemessen?

Dabei geht es nicht um eine klinische Wirksamkeitsstudie. Die DGE-Seite fasst Referenzwerte und begleitende Ernährungshinweise zusammen. Sie trennt in der Tabelle nach Alter und Lebensphase. Zusätzlich erklärt sie, warum Jod für die Bildung von Schilddrüsenhormonen wichtig ist und welche Folgen eine längerfristig unzureichende Versorgung haben kann.

Für den deutschen Kontext ist die Quelle besonders relevant, weil sie den offiziellen D-A-CH-Referenzwertstand sichtbar macht. Gleichzeitig verweist die Seite auf eine rückläufige Jodversorgung in Deutschland. Diese beiden Punkte dürfen nicht vermischt werden: Ein Referenzwert beschreibt den Orientierungsrahmen für die Zufuhr; die Versorgungslage beschreibt, ob Bevölkerungsgruppen diesen Rahmen im Alltag erreichen.

Studiendesign und Methoden

Die Quelle ist eine institutionelle Referenzwertseite und keine neu rekrutierte Humanstudie. Sie enthält keine Randomisierung, keine Interventionsgruppe und keine statistische Auswertung eigener Studiendaten.

Der sichtbare Tabellenstand ist als Ableitung 2025 gekennzeichnet. Die DGE-Seite stellt die Werte in µg Jod pro Tag dar. Sie erklärt außerdem den ernährungsphysiologischen Hintergrund: Jod ist Bestandteil der Schilddrüsenhormone und damit an Stoffwechselprozessen, Körpertemperaturregulation, Zellteilung und Wachstum beteiligt.

Die Seite nutzt eine tabellarische Struktur nach Altersgruppen. Bei Säuglingen, Schwangeren und Stillenden stehen Fußnoten, die den Referenzwertkontext genauer einordnen. Außerdem nennt die Seite Lebensmittel- und Versorgungskontexte, darunter Seefisch, maritime Lebensmittel, Milch, Eier und jodiertes Speisesalz.

Untersuchte Personen oder Datenbasis

Die Quelle enthält keine eigene Studienpopulation. Die Bezugsgruppen sind Referenzwertgruppen.

BezugsgruppeDGE-Wert für JodEinheit
Säuglinge, 0 bis unter 4 Monate80µg/Tag
Säuglinge, 4 bis unter 12 Monate80µg/Tag
Kinder, 1 bis unter 4 Jahre90µg/Tag
Kinder, 4 bis unter 7 Jahre90µg/Tag
Kinder, 7 bis unter 10 Jahre120µg/Tag
Kinder, 10 bis unter 13 Jahre120µg/Tag
Jugendliche, 13 bis unter 15 Jahre150µg/Tag
Jugendliche, 15 bis unter 19 Jahre150µg/Tag
Erwachsene ab 19 Jahren150µg/Tag
Schwangere220µg/Tag
Stillende230µg/Tag

Für Erwachsene nennt die Tabelle denselben Wert in allen Altersgruppen ab 19 Jahren. Für Schwangerschaft und Stillzeit stehen separate Werte. Bei Säuglingen verweist die DGE-Fußnote auf eine Sonderlage, wenn ausschließlich selbst zubereitete Breie verwendet werden; dort nennt die Quelle etwa 50 µg Jod pro Tag als Supplementkontext.

Intervention, Exposition und Vergleich

Die DGE-Seite prüft keine Intervention. Sie stellt eine empfohlene Zufuhr nach Alters- und Lebensphase dar.

Als Ernährungskontext nennt die Quelle Seefisch und andere maritime Lebensmittel als besonders jodreiche Quellen. Milch und Eier können ebenfalls relevante Jodquellen sein, wenn die Tierfütterung entsprechend ist. Zusätzlich betont die Seite die Rolle von jodiertem Speisesalz in der Küche, bei verarbeiteten Lebensmitteln und in der Außer-Haus-Verpflegung.

Für Schwangere und Stillende beschreibt die Quelle neben den Tabellenwerten einen zusätzlichen Supplementkontext. Für Schwangere nennt die DGE zur ausgewogenen Ernährung mit jodiertem Speisesalz ein Supplement mit 100 µg bis 150 µg Jod pro Tag nach ärztlicher Rücksprache. Für Stillende nennt sie 100 µg pro Tag. Diese Angaben sind als DGE-Referenz- und Begleitkontext zu lesen, nicht als individuelle medizinische Entscheidung für einzelne Personen.

Ergebnisse

Der zentrale Tabellenwert für Erwachsene beträgt 150 µg Jod pro Tag. Dieser Wert gilt laut Tabelle für alle Erwachsenen ab 19 Jahren, einschließlich der Altersgruppen 19 bis unter 25 Jahre, 25 bis unter 51 Jahre, 51 bis unter 65 Jahre und 65 Jahre und älter.

Für Jugendliche steigen die Werte im Tabellenverlauf an. Kinder von 7 bis unter 13 Jahren haben 120 µg pro Tag als Tabellenwert. Ab 13 Jahren liegt der Wert bei 150 µg pro Tag und entspricht damit dem Erwachsenenwert.

Für Schwangerschaft und Stillzeit nennt die DGE höhere Werte: 220 µg pro Tag für Schwangere und 230 µg pro Tag für Stillende. Diese Werte stehen getrennt von den allgemeinen Erwachsenenwerten, weil Schwangerschaft und Stillzeit eigene physiologische Anforderungen haben.

Die Quelle ordnet Jod außerdem funktionell ein. Jod wird für Schilddrüsenhormone benötigt. Diese Hormone hängen mit Energiestoffwechsel, Körpertemperatur, Zellteilung und Wachstum zusammen. Bei längerfristigem Mangel nennt die Quelle neben unspezifischen Symptomen wie Müdigkeit auch die Kropfbildung als sichtbares Zeichen. Für Schwangerschaft, Säuglingsalter und Kleinkindalter nennt die DGE Entwicklungsrisiken bei Jodmangel.

Im Deutschlandabschnitt verweist die Seite auf einen rückläufigen Trend der Jodversorgung. Laut dem dort genannten RKI-Kontext weisen 44 % der Kinder und Jugendlichen und 32 % der Erwachsenen ein Risiko für eine zu geringe Jodzufuhr auf. Diese Zahlen beschreiben eine Versorgungslage und sind nicht identisch mit den Referenzwerten selbst.

Nebenwirkungen und Sicherheit

Die DGE-Referenzwertseite ist keine Sicherheitsbewertung zu oberen Aufnahmemengen. Sie enthält keine Ableitung eines tolerierbaren oberen Gesamtwerts und keine systematische Bewertung hoher Jodzufuhr.

Sicherheitsrelevant ist vor allem der Hinweis der Quelle auf Schilddrüsenerkrankungen im Zusammenhang mit zusätzlicher Jodzufuhr in der Schwangerschaft. Die DGE nennt für diesen Fall eine ärztliche Rücksprache vor einer Supplementation. Dieser Hinweis zeigt, dass Referenzwerte und Begleitangaben nicht automatisch auf jede individuelle Schilddrüsensituation übertragbar sind.

Die Seite beschreibt außerdem Mangelrisiken. Eine längerfristige Unterversorgung kann laut DGE mit Funktionsstörungen der Schilddrüse verbunden sein. Für Schwangerschaft sowie Säuglings- und Kleinkindalter nennt die Quelle körperliche und neuronale Entwicklungsstörungen sowie eine verminderte kognitive Leistungsfähigkeit als mögliche Folgen eines Jodmangels.

Grenzen der Aussagekraft

Die Quelle liefert Referenzwerte und begleitende Ernährungskontexte, aber keine klinische Studie. Sie zeigt daher nicht, welche Wirkung ein bestimmtes Jodpräparat in einer bestimmten Gruppe hat.

Die Quelle enthält auch keine vollständige Sicherheitsbewertung für hohe Jodzufuhren. Für Upper Levels, Algen/Kelp, jodinduzierte Schilddrüsenfunktionsstörungen oder Nahrungsergänzungsmittel-Höchstmengen sind andere Behörden- und Reviewquellen nötig.

Eine weitere Grenze betrifft die Versorgungslage. Die DGE-Seite nennt Deutschlanddaten zu einem Risiko für zu geringe Jodzufuhr, aber sie stellt nicht alle Primärdaten, Messmethoden oder Details der RKI-Erhebungen dar. Für eine vertiefte Analyse der deutschen Versorgung wären gesonderte Monitoring- und Primärdatenquellen erforderlich.

Die DGE-Werte sind außerdem ein Bevölkerungs- und Lebensphasenrahmen. Sie ersetzen keine individuelle Bewertung bei bestehenden Schilddrüsenerkrankungen, besonderen medizinischen Situationen oder speziellen Ernährungsformen.

Was die Quelle zeigt

Die Quelle zeigt den D-A-CH-Referenzwertrahmen für Jod mit Stand der Ableitung 2025. Sie nennt 150 µg Jod pro Tag für Erwachsene, 220 µg pro Tag für Schwangere und 230 µg pro Tag für Stillende.

Die Quelle zeigt außerdem, dass Jod funktionell eng mit Schilddrüsenhormonen verbunden ist. Sie erklärt, warum Lebensmittelquellen und jodiertes Speisesalz im deutschen Ernährungskontext eine Rolle spielen.

Für Deutschland zeigt die Seite einen Public-Health-Kontext: Die Jodversorgung wird als rückläufig beschrieben, und ein relevanter Anteil von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen weist laut dem angegebenen RKI-Kontext ein Risiko für zu geringe Zufuhr auf.

Was die Quelle nicht zeigt

Die Quelle zeigt nicht, dass eine bestimmte Person ein Jodpräparat benötigt. Sie zeigt auch nicht, dass Jod bei gut versorgten Erwachsenen einen Zusatznutzen über die bedarfsgerechte Versorgung hinaus hat.

Die Quelle liefert keine Produktbewertung, keine Markenbewertung und keine klinische Wirksamkeitsprüfung einzelner Jodformen. Sie ersetzt auch keine Sicherheitsbewertung zu hohen Jodmengen, Algenprodukten oder jodinduzierten Schilddrüsenreaktionen.

Die Quelle zeigt nicht, wie die Jodversorgung einer einzelnen Person zuverlässig selbst gemessen werden kann. Die genannten Deutschlanddaten beziehen sich auf Bevölkerungskontexte, nicht auf eine individuelle Selbstdiagnose.

Kompakte Faktenzusammenfassung

  • Die DGE-Seite Jod - Referenzwerte ist eine deutsche D-A-CH-Referenzwertquelle mit Ableitungsstand 2025.
  • Für Erwachsene ab 19 Jahren nennt die DGE 150 µg Jod pro Tag.
  • Für Schwangere nennt die DGE 220 µg Jod pro Tag.
  • Für Stillende nennt die DGE 230 µg Jod pro Tag.
  • Für Kinder und Jugendliche reichen die Tabellenwerte von 90 bis 150 µg Jod pro Tag, abhängig vom Alter.
  • Für Säuglinge nennt die Tabelle 80 µg Jod pro Tag.
  • Die Quelle beschreibt Jod als Bestandteil der Schilddrüsenhormone.
  • Die Quelle nennt Seefisch, maritime Lebensmittel, Milch, Eier und jodiertes Speisesalz als relevante Ernährungskontexte.
  • Die Quelle beschreibt eine rückläufige Jodversorgung in Deutschland und nennt ein Risiko für zu geringe Zufuhr bei 44 % der Kinder und Jugendlichen sowie 32 % der Erwachsenen.
  • Die Quelle ist keine klinische Interventionsstudie, keine Produktbewertung und keine vollständige Sicherheitsbewertung hoher Jodzufuhren.

Quellen

  1. Originalquelle