Kupfer(II)-oxid sollte weder bei Tieren noch bei Menschen als Kupfersupplement verwendet werden

Bakers historischer Kommentar kritisiert Kupferoxid anhand von Tierdaten. Der verfügbare Auszug belegt keine entsprechende Humanintervention.

Grundlage und Ergebnis

Der kurze Review von Baker DH erschien 1999 im Journal of Nutrition. Er verweist auf Tierstudien mit analytisch reinem Kupfer(II)-oxid (CuO). Verglichen mit Kupfersulfat-Pentahydrat unterschied sich dessen relative Kupfer-Bioverfügbarkeit im zitierten Tierbefund nicht signifikant von null. Gemeint ist die relative Verfügbarkeit im Tierexperiment, keine gemessene Aufnahmequote beim Menschen.

Historischer Kontext und Grenzen

Vor 1990 war CuO laut Kommentar die wichtigste Kupferquelle in Spurenelement-Vormischungen für Schweine, Geflügel und Heimtiere. Hoher Kupfergehalt und geringer Platzbedarf machten es dafür attraktiv.

Die Zusammenfassung beruht auf einem Originalauszug. Darin wird keine Humanintervention mit Teilnehmerzahl, Dosis und klinischem Endpunkt beschrieben; über den übrigen Volltext sagt diese Einschränkung nichts aus.

Fazit

Der Tierbefund erklärt Bakers Kritik. Eine persönliche Supplementempfehlung lässt sich aus diesem Auszug nicht ableiten.

Quellen

  1. Baker DH (1999). Cupric oxide should not be used as a copper supplement for either animals or humans. The Journal of Nutrition. DOI: 10.1093/jn/129.12.2278. PMID: 10573563.