Kupfer-Referenzwerte der DGE für D-A-CH
Die DGE-Quelle ist eine deutschsprachige D-A-CH-Referenzwertseite zu Kupfer, Mangan, Chrom und Molybdän. Für Kupfer nennt die DGE Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr. Die Ableitung der Kupferwerte hat laut Seite den Stand 2000.
Kurzprofil
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Quelle | DGE (2025). Kupfer, Mangan, Chrom, Molybdän. Deutsche Gesellschaft für Ernährung. |
| Quellenart | D-A-CH-Referenzwertseite mit tabellarischen Schätzwerten |
| Land und Sprache | Deutschland / D-A-CH, Deutsch |
| Wirkstoffbezug | Kupfer als essenzielles Spurenelement |
| Bewerteter Rahmen | Schätzwerte für eine angemessene Kupferzufuhr nach Altersgruppen |
| Stand der Ableitung | 2000 |
| Originalquelle | https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/kupfer-mangan-chrom-molybdaen/ |
Die DGE-Seite zu Kupfer, Mangan, Chrom und Molybdän ordnet Kupfer als essenzielles Spurenelement ein und nennt für Kupfer Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr. Die Werte gelten als D-A-CH-Referenzrahmen für Bevölkerungsgruppen. Sie beschreiben keine individuelle Einnahmeregel und keine Wirkung eines bestimmten Präparats.
Fragestellung
Die Quelle beantwortet eine eng begrenzte Frage: Welche Schätzwerte nennt die DGE für eine angemessene Kupferzufuhr in verschiedenen Altersgruppen?
Zusätzlich erklärt die Seite kurz, warum Kupfer im Körper relevant ist. Kupfer wird als Bestandteil von Enzymen beschrieben und mit dem Eisenstoffwechsel verbunden. Als Lebensmittelquellen nennt die DGE unter anderem Getreideprodukte, Nüsse, grünes Gemüse, Kaffee und Tee.
Die Seite ist damit ein deutscher Referenzwertanker. Sie ist nicht dafür gedacht, klinische Wirkungen einer Kupferaufnahme zu prüfen. Sie untersucht auch keine Supplementform und vergleicht keine einzelnen Kupferverbindungen.
Datengrundlage und Ableitung
Die DGE kennzeichnet die Kupferwerte als Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr. Das ist wichtig, weil es sich nicht um exakt gemessene Mindestmengen für einzelne Personen handelt. Schätzwerte werden verwendet, wenn die Datenlage für einen voll abgeleiteten durchschnittlichen Bedarf nicht ausreichend ist oder wenn ein praktischer Referenzrahmen aus verfügbaren Daten gebildet wird.
Als Stand der Ableitung nennt die DGE für die Kupferwerte das Jahr 2000. Die HTML-Seite enthält keine ausführliche methodische Herleitung, keine Liste der ausgewerteten Einzelstudien und keine DOI- oder PMID-Angabe. Für die praktische Nutzung stellt die DGE die Werte im Referenzwerte-Tool bereit. Dort können Zielgruppen und Nährstoffe gefiltert werden; die ausgewählten Tabellen lassen sich nach Angaben der DGE als PDF- oder Exceldatei herunterladen.
Diese Quellenform macht die DGE-Seite stark für den deutschen Zahlenrahmen, aber begrenzt für die methodische Tiefenprüfung. Wer wissen will, warum internationale Kupferwerte voneinander abweichen, braucht zusätzliche Referenzwertquellen wie EFSA, IOM/NASEM, WHO/FAO oder Nordic Nutrition Recommendations. Die DGE-Werte dürfen deshalb nicht mit anderen Ländern zu einem Mischwert geglättet werden.
Referenzwerte nach Altersgruppen
Die DGE nennt für Kupfer folgende Schätzwerte:
| Altersgruppe | Kupfer-Schätzwert |
|---|---|
| 0 bis unter 4 Monate | 0,2-0,6 mg/Tag |
| 4 bis unter 12 Monate | 0,6-0,7 mg/Tag |
| 1 bis unter 4 Jahre | 0,5-1,0 mg/Tag |
| 4 bis unter 7 Jahre | 0,5-1,0 mg/Tag |
| 7 bis unter 10 Jahre | 1,0-1,5 mg/Tag |
| 10 bis unter 15 Jahre | 1,0-1,5 mg/Tag |
| Jugendliche und Erwachsene | 1,0-1,5 mg/Tag |
Die Tabelle zeigt zwei Muster. Erstens steigen die Werte vom Säuglingsalter bis zum Schulalter an. Zweitens liegt der D-A-CH-Schätzwert ab 7 Jahren bis ins Erwachsenenalter bei 1,0-1,5 mg pro Tag. Die Quelle trennt in der sichtbaren Kupfer-Tabelle nicht nach Geschlecht.
Für Schwangerschaft und Stillzeit nennt die betrachtete Kupfer-HTML-Tabelle keinen gesonderten sichtbaren Kupferwert. Das DGE-Referenzwerte-Tool bietet zwar Zielgruppenfilter für Schwangerschaft und Stillzeit, die hier ausgewertete DGE-Kupferseite zeigt im Haupttabellenabschnitt jedoch die oben genannten Altersgruppen. Deshalb wird aus dieser Quelle kein zusätzlicher Schwangerschafts- oder Stillzeitwert abgeleitet.
Ergebnisse und Einordnung
Die zentrale Aussage der DGE-Quelle ist der D-A-CH-Schätzwert von 1,0-1,5 mg Kupfer pro Tag für Jugendliche und Erwachsene. Dieser Wert ist für spätere Vergleiche wichtig, weil andere Institutionen andere Werttypen und Zahlen verwenden. Die DGE-Seite selbst harmonisiert diese internationalen Systeme nicht.
Die Quelle ordnet Kupfer außerdem funktionell ein. Kupfer ist Bestandteil von Enzymen und steht mit dem Eisenstoffwechsel in Verbindung. Diese Funktionsangaben erklären, warum Kupfer als essenzielles Spurenelement geführt wird. Sie zeigen aber nicht, dass eine zusätzliche Aufnahme oberhalb der normalen Ernährung einen klinischen Vorteil hat.
Die Lebensmittelhinweise sind ebenfalls begrenzt zu lesen. Getreideprodukte, Nüsse, grünes Gemüse, Kaffee und Tee werden als gute Quellen genannt. Daraus folgt keine Produktbewertung und keine Rangliste einzelner Lebensmittel oder Präparate.
Sicherheit und Grenzen
Die DGE-Seite ist keine Sicherheitsbewertung für hohe Kupferzufuhren. Sie nennt auf der sichtbaren Kupferseite keine obere sichere Gesamtaufnahme, keine Höchstmenge für Nahrungsergänzungsmittel und keine ausführliche Bewertung von Überdosierung, Leberretention oder Trinkwasserexposition.
Für solche Fragen sind andere Quellen nötig, etwa europäische Sicherheitsbewertungen und deutsche Höchstmengenvorschläge. Der DGE-Wert von 1,0-1,5 mg/Tag beschreibt den Referenzrahmen für angemessene Zufuhr, nicht die Grenze zwischen sicher und unsicher.
Die Quelle zeigt auch keine Daten zu Kupferstatusmarkern wie Serumkupfer, Ceruloplasmin oder nicht-ceruloplasmin-gebundenem Kupfer. Sie liefert keine Diagnosekriterien für Kupfermangel und keine Aussage dazu, wie Laborwerte medizinisch zu bewerten sind.
Was die Quelle zeigt
- Kupfer wird von der DGE als essenzielles Spurenelement beschrieben.
- Die DGE nennt Kupfer als Bestandteil von Enzymen und als am Eisenstoffwechsel beteiligt.
- Die DGE nennt Getreideprodukte, Nüsse, grünes Gemüse, Kaffee und Tee als gute Kupferquellen.
- Für Jugendliche und Erwachsene liegt der D-A-CH-Schätzwert bei 1,0-1,5 mg/Tag.
- Ab 7 Jahren nennt die DGE in der sichtbaren Tabelle ebenfalls 1,0-1,5 mg/Tag.
- Die Ableitung der Kupferwerte hat laut DGE-Seite den Stand 2000.
- Das DGE-Referenzwerte-Tool ermöglicht gefilterte Tabellen und einen PDF- oder Excel-Download der ausgewählten Angaben.
Was die Quelle nicht zeigt
- Sie zeigt keine persönliche Dosierungsregel.
- Sie zeigt keine Wirkung bestimmter Kupferpräparate.
- Sie vergleicht keine Kupferformen wie Gluconat, Sulfat, Citrat, Bisglycinat oder Kupferoxid.
- Sie liefert keine obere sichere Gesamtaufnahme und keine deutsche Höchstmengenbewertung für Nahrungsergänzungsmittel.
- Sie zeigt keine Diagnosekriterien für Kupfermangel oder Kupferüberschuss.
- Sie erklärt in der HTML-Fassung nicht detailliert, welche Einzelstudien in die Ableitung eingeflossen sind.
- Sie harmonisiert den D-A-CH-Schätzwert nicht mit EFSA-, IOM-, WHO/FAO- oder Nordic-Werten.
Kompakte Faktenzusammenfassung
- Die DGE-Quelle ist eine deutschsprachige D-A-CH-Referenzwertseite zu Kupfer, Mangan, Chrom und Molybdän.
- Für Kupfer nennt die DGE Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr.
- Die Ableitung der Kupferwerte hat laut Seite den Stand 2000.
- Für 0 bis unter 4 Monate nennt die DGE 0,2-0,6 mg/Tag, für 4 bis unter 12 Monate 0,6-0,7 mg/Tag.
- Für 1 bis unter 7 Jahre nennt die DGE 0,5-1,0 mg/Tag.
- Für 7 bis unter 10 Jahre, 10 bis unter 15 Jahre sowie Jugendliche und Erwachsene nennt die DGE 1,0-1,5 mg/Tag.
- Die sichtbare DGE-Kupfertabelle trennt nicht nach Geschlecht und nennt dort keinen gesonderten Schwangerschafts- oder Stillzeitwert.
- Die Werte sind Bevölkerungsreferenzen und keine persönliche Einnahmeempfehlung.
- Die Quelle ist stark für den D-A-CH-Zahlenrahmen, aber begrenzt für Sicherheitsgrenzen, Statusmarker, Supplementformen und internationale Harmonisierung.