Bewertung einer empfohlenen Höchstmenge für Magnesium aus Nahrungsergänzungsmitteln
Das BfR empfiehlt für Personen ab vier Jahren höchstens 250 mg Magnesium täglich aus Nahrungsergänzungsmitteln, begründet mit dem Durchfallrisiko.
Gegenstand der BfR-Bewertung
Die Stellungnahme bewertet nicht den gesamten Magnesiumbedarf und nicht das natürlicherweise in Lebensmitteln vorkommende Magnesium. Ihr enger Gegenstand ist eine empfohlene Höchstmenge für Magnesium aus Nahrungsergänzungsmitteln.
Adressiert werden Personen ab vier Jahren. Für jüngere Kinder fehlen nach der Quelle die notwendigen Daten, um eine Höchstmenge abzuleiten. Die Empfehlung darf daher nicht auf Kinder unter vier Jahren übertragen werden.
Welche Höchstmenge genannt wird
Das BfR empfiehlt maximal 250 mg Magnesium pro Tag aus Nahrungsergänzungsmitteln. Als kritischen unerwünschten Effekt nennt es Durchfall. Zusätzlich soll die Tagesmenge auf mindestens zwei Einnahmen verteilt werden.
Diese Angaben beschreiben eine behördliche Risikobewertung für Supplemente. Sie sind weder ein Zielwert für die Gesamtzufuhr noch eine Aussage darüber, wie viel Magnesium eine einzelne Person benötigt. Referenzwerte, Gesamtzufuhr und Supplementhöchstmenge erfüllen unterschiedliche Aufgaben; der Überblick zu Magnesium stellt diese Ebenen getrennt dar.
Was die Quelle nicht berichtet
Die gebundene BfR-Veröffentlichung nennt Altersgrenze, Durchfallrisiko und die Aufteilung der Tagesmenge. Sie berichtet jedoch keinen ausdrücklich auf Menschen mit normaler Nierenfunktion begrenzten Populationsrahmen.
Aus diesem fehlenden Bericht lässt sich weder ableiten, dass die Empfehlung bei eingeschränkter Nierenfunktion gleichermaßen gilt, noch dass sie dort nicht gilt. Der Nierenfunktionsbezug bleibt in dieser Quelle offen. Diese Evidenzlücke darf nicht durch eine zusätzliche Sicherheitsbehauptung ersetzt werden.
Grenzen und sichere Einordnung
Die Stellungnahme formuliert eine populationsbezogene Höchstmengenempfehlung und keine persönliche Einnahmeplanung. Sie erlaubt außerdem keine Aussage für Kinder unter vier Jahren. Der genannte Wert bezieht sich ausdrücklich auf Nahrungsergänzungsmittel; er darf nicht mit der Magnesiumzufuhr aus Lebensmitteln oder mit einem Referenzwert für angemessene Zufuhr gleichgesetzt werden.
Fazit
Das BfR empfiehlt für Personen ab vier Jahren höchstens 250 mg Magnesium täglich aus Nahrungsergänzungsmitteln und eine Aufteilung auf mindestens zwei Einnahmen. Durchfall ist der maßgebliche unerwünschte Effekt. Für Kinder unter vier Jahren fehlen Ableitungsdaten, und ein ausdrücklich auf normale Nierenfunktion begrenzter Geltungsbereich wird in der Quelle nicht berichtet.