Kalium

Die DGE nennt für Erwachsene ab 19 Jahren einen Schätzwert von 4.000 mg Kalium pro Tag. Er ist ein Referenzwert für Bevölkerungsgruppen, keine individuelle Mindestmenge.

Warum die Referenzseite relevant ist

Kalium wird auf der institutionellen Referenzseite als lebensnotwendiger Mineralstoff und als eines der wichtigsten Elektrolyte eingeordnet. Gemeinsam mit Natrium und Chlorid ist es an vielen Körperprozessen beteiligt. Die Kurzseite erläutert die Regulation des Kaliumhaushalts und mögliche Statusmarker jedoch nicht im Detail.

Als kaliumreiche Lebensmittel nennt die DGE unter anderem Aprikosen, Bananen, Karotten, Kohlrabi, Tomaten und andere Gemüse- und Obstarten sowie Nüsse, Dinkelmehl und Roggenmehl. Portionsgrößen und Kaliumgehalte einzelner Lebensmittel werden auf der Seite nicht quantifiziert.

Wie die Werte aufgebaut sind

Die D-A-CH-Tabelle weist Schätzwerte nach Lebensphase aus; der Stand der zugrunde liegenden Ableitung ist 2016. Für Erwachsene und Schwangere werden 4.000 mg pro Tag angegeben, für Stillende 4.400 mg pro Tag. Bei Kindern steigen die Werte altersabhängig: von 1.100 mg pro Tag im Alter von 1 bis unter 4 Jahren bis auf 4.000 mg pro Tag im Alter von 15 bis unter 19 Jahren.

Die eingefrorene Hauptseite zeigt die Werte und Einheiten, erläutert die Ableitung aber nicht. Die Zahlen sollten deshalb als Referenzwerte für Bevölkerungsgruppen gelesen werden, nicht als individuell ermittelte Bedarfswerte.

Mangel: selten allein durch die Ernährung

Nach Darstellung der DGE ist ein ernährungsbedingter Kaliummangel selten. Als mögliche Ursachen starker Verluste nennt sie Erbrechen, chronischen Durchfall, Abführmittel und harntreibende Medikamente. Die Seite berichtet dagegen keine Studie dazu, ob gewöhnliche Muskelkrämpfe auf eine zu niedrige Kaliumzufuhr zurückgehen.

Grenzen und Einordnung

Die Quelle ist eine kompakte Referenzseite für die Allgemeinbevölkerung. Sie stellt Referenzwerte und ausgewählte Lebensmittelbeispiele bereit, enthält aber weder eine vollständige Herleitung der Werte noch eine klinische Prüfung einzelner Beschwerden. Aus den Schätzwerten lässt sich daher keine individuelle Dosierung oder Diagnose ableiten.

Fazit

Die DGE setzt den Schätzwert für eine angemessene Kaliumzufuhr bei Erwachsenen und Schwangeren auf 4.000 mg pro Tag und bei Stillenden auf 4.400 mg pro Tag. Kaliumreiche Lebensmittel sind der vorgesehene Ernährungskontext; ein ernährungsbedingter Mangel gilt als selten und gewöhnliche Muskelkrämpfe werden auf dieser Seite nicht untersucht.

Quellen

  1. Deutsche Gesellschaft für Ernährung; Österreichische Gesellschaft für Ernährung (o. J.). Kalium. D-A-CH-Referenzwerte / Deutsche Gesellschaft für Ernährung.