Metformin und Vitamin-B12-Mangel: Ergebnisse einer 4,3-jährigen Studie
In einer randomisierten Studie senkte Metformin die Vitamin-B12-Konzentration und erhöhte die Häufigkeit niedriger Werte. Das gilt nur für die untersuchte Population.
Studiendesign und Behandlung
Die multizentrische Studie umfasste 390 Menschen mit Typ-2-Diabetes, die Insulin erhielten, und wurde an drei nicht universitären niederländischen Krankenhäusern durchgeführt. Die Teilnehmenden erhielten 850 mg Metformin oder Placebo dreimal täglich. Die randomisierte Behandlung dauerte 4,3 Jahre.
Veränderung der Vitamin-B12-Konzentration
Im Vergleich zu Placebo war Metformin mit einer mittleren Abnahme der Vitamin-B12-Konzentration um 19 % verbunden. Ein Gruppenmittel beschreibt nicht jede einzelne Person.
Niedrige Werte und Mangelgrenze
Am Studienende trat ein Vitamin-B12-Wert unter 150 pmol/L in der Metformingruppe um 7,2 Prozentpunkte häufiger auf; das 95-%-Konfidenzintervall lag zwischen 2,3 und 12,1 Prozentpunkten. Die Number Needed to Harm für diesen Endpunkt betrug über 4,3 Jahre 13,8, bei einem breiten Konfidenzintervall von 8,3 bis 43,5. Werte zwischen 150 und 220 pmol/L waren um 11,2 Prozentpunkte häufiger, mit einem 95-%-Konfidenzintervall von 4,6 bis 17,9.
Grenzen und Einordnung
Die Schätzungen sind an das untersuchte Regime und die 4,3-jährige Dauer gebunden. Population und Versorgungssituation begrenzen die Übertragbarkeit. Die Autoren hielten regelmäßige Messungen für erwägenswert; daraus folgt keine individuelle Empfehlung.
Fazit
Die randomisierte Langzeitstudie stützt einen Zusammenhang zwischen Metformin und niedrigeren Vitamin-B12-Werten in der untersuchten Gruppe. Der Vitamin-B12-Hauptartikel ordnet diesen spezifischen Befund ein.